Abstract Der fortschreitende Klimawandel und die sich daraus verändernden Randbedingungen bezogen auf die Planung von Bauwerken beeinflussen das Bauwesen in seinen wesentlichen Grundsätzen. Ein „Weiter so“ ist mit Blick auf die ausgerufenen Ziele der Bundesregierung hinsichtlich der Klimaneutralität im Jahr 2045 unverantwortlich. Dieser Aufsatz versteht sich als ein Schritt zur notwendigen Sensibilisierung hin zur ökologischen Tragwerksplanung am Beispiel von zentrisch belasteten Stützen im Konstruktiven Ingenieurbau. Es werden die wesentlichen Einflussfaktoren der gewählten Materialien Holz, Stahl und Stahlbeton auf das GWP diskutiert und auf Basis einer funktionalen Äquivalenz verglichen. Ziel der Gegenüberstellung ist es, die Sensitivität einzelner Parameter in Bezug auf das globale Erwärmungspotenzial (GWP) von Stützen zu erfassen und eine ökologischere Tragwerksplanung zu begleiten.