Seit über 2000 Jahren beschäftigt sich die Traditionell Chinesische Medizin mit der Heilkunde von Magnolia Arten. Auch die Indianerstämme Louisianas bedienten sich von deren heilenden Wirksamkeit. Mittels dieser Arbeit sollte nun die Substanz Methylhonokiol, welche zu den Inhaltsstoffen der Magnolia grandiflora zu zählen ist, eingehender untersucht werden. Das Hauptaugenmerk wurde hierbei auf deren Verstoffwechselung in der Leber und Galle von Versuchsratten gelegt. Es stellte sich die Frage wie sich diese Substanz in der Leber verändert. Um dies näher zu ergründen, wurde Methylhonokiol anhand der isoliert, perfundierten Rattenleber, ohne Einfluss von Organen und Gewebe untersucht. Die Leber wurde aus Sprague Dawley Ratten entnommen und mit einer 10 μmolären Methylhonokiollösung perfundiert. Anschließend wurden Galle- sowie Perfusatproben in 5 Minutenintervallen gesammelt und diese einer HPLC- Analyse unterworfen. In den Leber- und Galleproben wurden neben Methylhonokiol auch 3 Hauptmetabolite gefunden. Die Strukturen konnten einigermaßen über Massenspektrometrie und enzymatische Hydrolyse aufgeklärt werden. Die MS Auswertung verdeutlichte die Glucuronidierung von Methyhonokiol, sowie die Entstehung einer Sulfatspezies. Zusätzlich wurden die Gallenproben mit β-Glucuronidase versetzt, was eine Reduktion der Peakflächen zur Folge hatte. Nach dem Zusatz von Sulfatase konnte keine Verminderung entdeckt werden, was jedoch durch die bekanntlich schwierige Abspaltung als nicht außergewöhnlich zu bezeichnen wäre. Schließlich konnte aufgezeigt werden, dass Methylhonokiol größenteils metabolisiert wird und deren Hauptauscheidungsweg über die Galle erfolgt. Nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz von Methylhonokiol war in der Galle und in der Leber aufzufinden.