Durch das kontinuierliche Wachstum der Städte und ihrer Bevölkerung wird die Entwicklung wirksamer Anpassungsstrategien an die Herausforderungen des Klimawandels immer wichtiger. Diese Arbeit befasst sich mit grüner Infrastruktur, insbesondere mit städtischen Grünflächen, und mit der Frage, wie deren Gestaltung optimiert werden kann, um sowohl den physischen als auch den psychischen Nutzen für die Bewohner und Bewohnerinnen der ausgewählten Stadt zu maximieren.Mit Hilfe eines agentenbasierten Modellierungsansatzes unter Verwendung des Programms NetLogo wurde in dieser Arbeit ein Modell entwickelt, das die aktuelle Verteilung von UGAs in mittelgroßen Städten analysieren kann. Unter Berücksichtigung eigens definierter Regeln für die räumliche Verteilung schlägt das Modell dann optimierte Layouts vor, die die Funktionalität der städtischen Grünflächen verbessern. Die Simulation arbeitet mit dem Flächennutzungsplan der jeweiligen Stadt und kann daher mit minimalem Aufwand an die gegebenen städtischen Voraussetzungen angepasst werden.Die Ergebnisse, die auf einer Fallstudie über die Stadt Graz beruhen, bestätigen, dass gleichmäßig verteilte, relativ kleine und strategisch platzierte UGAs die Auswirkungen der städtischen Wärmeinseln erheblich reduzieren und der Mehrheit der Einwohner die gleichen Chancen für einen Zugang zu Grünflächen bieten können. Mit dem Fokus auf Stadtplanung und -entwicklung beleuchten die Ergebnisse dieser Arbeit auch die vielen Vorteile, die mit langgestreckten Grünflächen, wie z.B. Uferpuffern entlang von Flüssen, verbunden sind. Zukünftige Verbesserungen und Forschungen könnten das erstellte Modell zu einem hilfreichen Instrument für die Neugestaltung ökologischerer Städte weiterentwickeln und zur Schaffung nachhaltiger Strategien für die Stadtentwicklung anleiten.