Die medikamentöse Behandlung von Arthrose erfolgt herkömmlicherweise mit unspezifischen symptomatischen Arzneimitteln, die lediglich eine Linderung akuter Beschwerden bewirken. Die klinische Forschung befasst sich in den letzten Jahren auch mit Wirkstoffen, die möglicherweise spezifische Wirkungen auf die Pathogenese der Arthrose ausüben, d. h, sie bewirken eine zumindest vergleichbare Symptomlinderung, darüber hinaus potenziell auch eine langfristige Kontrolle der Krankheitsprogression. Glucosaminsulfat (CAS 29031-19-4) hemmt die entzündungsfördernden und gelenkdege-nerativen Effekte von Interleukin-1 durch Beeinflussung des intrazellulären Zyto-kin-Signalwegs. Klinische Studien mit derals Arzneimittel zugelassenen kristallinen Glucosaminsulfat- Formulierung (crystalline glucosamine sulfate, CGS; dona 8 ), vorwiegend in einer oralen Dosierung von einmal täglich 1.500 mg verabreicht, belegen eine spezifische symptommodifizierende Wirksamkeit bei Gonarthrose, sowohl bei kurzzeitiger als auch bei längerfristiger Behandlung. Zwei Untersuchungen über drei Jahre Behandlungsdauer lassen darüber hinaus vermuten, dass das Arzneimittel strukturmodifizierende Wirkungen auf die Gelenke ausüben und sich damit als krankheitsmodifizierender Wirkstoff gegen Arthrose eignen könnte.