Zusammenfassung Der Zusammenhang zwischen Rankings und Konkurrenz wird häufig unterstellt, aber selten genauer untersucht. Der vorliegende Aufsatz geht ihm am Beispiel globaler Universitätsrankings nach. Ausgehend von einem soziologischen Verständnis von Konkurrenz bestimmen wir „Ranken“ als eine soziale Operation, die vier Teiloperationen miteinander kombiniert: Vergleich von Leistungen, Quantifizierung, Visualisierung, und wiederholte Publikation. Visualisierung und Publikation stehen für die in der Literatur bisher kaum berücksichtigte performative Dimension von Rankings, die für die Analyse des Zusammenhangs zwischen Rankings und Konkurrenz von zentraler Bedeutung ist. Auf dieser Grundlage zeigen wir, wie globale Universitätsrankings zur Konstruktion von Konkurrenz beitragen: durch (a) Globalisierung eines spezifischen Exzellenzdiskurses; (b) Verknappung von Reputation; (c) Transformation einer stabilen in eine dynamische Statusordnung. Wir schließen mit einer Diskussion von Implikationen dieser Analyse für die soziologische Erforschung von Konkurrenz und ihrer gesellschaftlichen Effekte.