Abstract Aus 21 heterocyclischen Dicarbonsäuren wurden lineare Polyamide hergestellt. Kondensationen durch Schmelzen von Hexamethylendiammoniumsalzen waren ungünstig, da die Produkte decarboxylierten, während Kondensationen über Ester etwas bessere Resultate gaben. Einige Salze ließen sich überhaupt nicht kondensieren. Mit 7 heterocyclischen Dicarbonsäurechloriden und verschiedenen Diaminen wurden Grenzflächenpolykondensationen durchgeführt, doch waren auch diese Polyamide in geschmolzenem Zustand nicht beständig. Molekulargewichtsbestimmungen zeigten, daß der Polykondensationsgrad nie über 30 lag. Vergleichsweise wurden Grenzflächenkondensate aus aromatischen Dicarbonsäuren oder Diaminen hergestellt. Es traten bei den heterocyclischen Derivaten keine grundsätzlich neuen Eigenschaften auf. Schmelzpunkte oder Löslichkeiten sind wegen des niederen Kondensationsgrades nicht eindeutig auf den Einfluß des Heterorings zurückzuführen. Es wird die Darstellung von zwei neuen Thiophendicarbonsäuren (Thiophen‐2,5‐diessigsäure und ‐2,5‐diacrylsäure) beschrieben.