Als langjähriger Leiter des Bachelor--Studiengangs in Sozial--und Erziehungs-wissenschaften, mit dem Schwerpunkt Soziale Arbeit, wurde ich fast täglich mit der Frage nach den Kompetenzen der Studierenden konfrontiert, sei es in der Diskussion mit der akademischen Leitung der Fakultät, den Kollegen und Kolleginnen aus dem Lehrkörper, den Fachkräften aus der Praxis oder den Studierenden.Welche (Mindest--)Kompetenzen sollte ein Studiengang in Sozialer Arbeit vermitteln ?Was kann ein dreijähriges Bachelor--Studium überhaupt leisten ?Wie sollte dabei die Lehre gestaltet sein ?Dies sind nur einige von vielen möglichen Fragen, die sich im Rahmen der Konzeption und Umsetzung eines Studiengangs stellen.Ziel dieses Beitrags bzw.Aufsatzes ist es nicht, « vorgefertigte » Antworten auf diese Fragen zu geben, sondern eine Reihe von Denkanstößen zu liefern, so manches bleibt daher unbehandelt oder wird nur andiskutiert.In einem ersten Schritt möchte ich mich mit dem relativen Charakter des Kompetenzbegriffs befassen, um deutlich zu machen in welchem Spannungsfeld von mitunter rivalisierenden institutionellen Logiken sich eine Universität bzw.Hochschule mit ihrem Studienangebot --im vorliegenden Fall im Bereich der Sozialen Arbeit --notgedrungenerweise bewegt.Da die Frage der Kompetenz und damit auch der Professionalität des/der SozialpädagogIn/--arbeiterIn letztendlich nur vor dem Hintergrund der für die Soziale Arbeit konstitutiven Rahmen--und Handlungsbedingungen beantwortet werden kann, scheint es mir unausweichlich sich anschließend näher mit den allgemeinen Merkmalen der Sozialen Arbeit als Handlungsfeld und den Charakteristika der beruflichen Handlungsstruktur befassen.Ausgehend hiervon möchte ich in einem dritten und letzten Schritt eine Reihe von Überlegungen anstellen über das was sinnvollerweise in einem Bachelor--Studiengang der Sozialen Arbeit an sog.Kernkompetenzen vermittelt werden soll bzw.kann.