Fragestellung: Ziel dieser prospektiven Studie war die Darstellung der Ergebnisse der arthroskopischen transglenoidalen Naht nach Morgan bei der rezidivierenden posttraumatischen vorderen Schulterinstabilität. Methode: Es wird über 30 Patienten, die in der oben beschriebenen Weise operiert wurden, berichtet. Der Mindestnachuntersuchungszeitraum betrug 2 Jahre, das mittlere Follow-up 36 Monate. Das Durchschnittsalter der 23 Männer und 7 Frauen war 27,5 Jahre. Die durchschnittliche präoperative Reluxationsrate lag bei 6,35. Alle Patienten wurden postoperativ 3 Wochen immobilisiert. Die Nachuntersuchungen erfolgten durch einen unabhängigen Beobachter anhand des Rowe-Scores. Ergebnisse: Nach 3 Jahren beklagten 5 Patienten (17%) eine oder mehrere Reluxationen. Alle erneuten Luxationen traten zwischen dem 6 und 24 postoperativen Monat auf. Insgesamt hatten 80% ein gutes oder sehr gutes Ergebnis. 83,4% der Operierten berichteten über keine oder nur eine leichte Einschränkung der Sportfähigkeit. Die Rezidivpatienten hatten bezüglich der präoperativen Reluxationen einen Median von 8,6 gegenüber den postoperativ Schulterstabilen von 5,9. Dieser Unterschied ist statistisch signifikant. Schlußfolgerung: Sowohl unsere Ergebnisse als auch die Angaben in der Literatur zeigen eine deutlich höhere Reluxationsrate nach arthroskopischer Schulterstabilisierung als die klassische offene Bankartoperation. Wenn man sich dennoch für dieses Verfahren entscheidet, sollte es sich um Patienten mit einer unidirektionalen, vorderen, posttraumatischen Schulterinstabilität ohne wesentlich erweiterte Gelenkkapsel- und bänder und ohne gehäufte präoperative Reluxationen handeln.