摘要
Entfernung eines lumbalen Bandscheibensequesters; bei foraminaler Stenose kann zusatzlich dekomprimiert werden (Foraminoplastik). Ziel ist die Wiederherstellung einer moglichst normalen, schmerzfreien Wirbelsaulenfunktion. Lumbaler, nach kaudal oder kranial sequestrierter, konservativen Behandlungsverfahren nicht mehr zuganglicher Bandscheibenvorfall. Cauda-equina-Syndrom. Dorsal der Dura sequestrierter lumbaler Bandscheibenvorfall. Seitenlagerung auf rontgendurchlassigem Tisch. Frei schwenkbarer C-Bogen. Der regulare Zugang bei einem Sequester in den Etagen L5/S1 und L4/5 liegt ca. 12–14 cm, in den Etagen L3/4 und L2/3 ca. 10 cm lateral der Mittellinie. Bei einem nach kranial sequestrierten Vorfall ist der Eintrittswinkel eher flach, bei einem kaudal sequestrierten eher steil zu wahlen. Frasen eines lateralen Zugangs transforaminal zum Spinalkanal. Der Sequester wird endoskopisch durch ein Arbeitsrohrchen entfernt. Der Patient verbleibt postoperativ ca. 2 h im Aufwachraum, wird mit einer Rumpforthese versorgt und geht zuruck in das Krankenzimmer. Keine medikamentose Thromboseprophylaxe. Kontrolluntersuchung am nachsten Vormittag. Physiotherapie nach einer Woche. Rumpforthese wird ca. 2–6 Wochen getragen. MRT-Kontrolle sowie MedX-Ruckenmuskeltest zur Beurteilung, wie sich die Kraft und Kondition der Ruckenmuskulatur nach 3 Monaten entwickelt haben. Von 01/1999 bis 01/2002 wurden 611 Patienten (32% weiblich, 68% mannlich) im Alter zwischen 18 und 65 Jahren (durchschnittlich 43,8 Jahre) operiert. Klinische Nachuntersuchungen fanden nach 3 Monaten statt, Kontrollen mit Fragebogen nach 1 und 2 Jahren. Als Bewertungskriterien wurden eigene Fragebogen sowie der MacNab-Score und die visuelle Analogskala (VAS) zugrunde gelegt. Nach 2 Jahren konnten 558 Patienten (91,2%) uberpruft werden. Dabei wurde bei 95,3% der Operierten ein ausgezeichnetes oder gutes Resultat erreicht. Sehr zufrieden waren 74,7%, zufrieden 20,6%. Ein unbefriedigendes Ergebnis lag bei 4,7% der Patienten vor (weniger zufrieden 3,9%, unzufrieden 0,8%). Die bei 448 Patienten praoperativ bestehende Taubheit im Bein war entweder nicht mehr vorhanden (63,9%) oder gebessert (30,3%). Es traten keine ernsthaften Komplikationen, insbesondere keine Infektionen auf. Die Rezidivrate lag bei 3,6%.