Im Rahmen einer prospektiven Studie wurden 15 Probanden sowie 20 Patienten mit Raumforderungen der Kopfspeicheldrüsen mittels bildgebender MRT und In-vivo-31Phosphorspektroskopie untersucht. Die Spektren maligner Tumoren, verglichen mit der Kontrollgruppe, wiesen eine signifikante Konzentrationszunahme der Peaks der Phosphomonoester, der Phosphodiester und des anorganischen Phosphates auf, zusätzlich fand sich eine enorme Reduktion des Kreatin-phosphates. Eine stärkere Abnahme des pH-Wertes sowie eine deutliche Konzentrationserhöhung des anorganischen Phosphates korrelierte mit dem Nachweis schlecht vaskularisierter nekrotischer Bezirke im Tumor. Die Konzentration von ATP und PCr war bei allen Raumforderungen ähnlich der von normalem Muskelgewebe. Die hohen Konzentrationen von PME und PDE in direkter Korrelation zu proliferierenden Tumorzellen stellen einen wichtigen Marker dar für Bioenergetik und Phospholipidmetabolismus des wachsenden Tumors. Die standardisierte In-vivo-31Phosphorspektroskopie von Raumforderungen der Speicheldrüsen erlaubt so nichtinvasiv prognostische Aussagen über die Dignität und Regression von Raumforderungen und dient als ergänzendes Instrument zu klinischen und histologischen Befunden.