Die Haufigkeit und Verteilung (Frequenz) erganzender Ruckinformation hat einen bedeutenden Einfluss auf das motorische Lernen. Empirische Befunde legen die Vermutung nahe, dass eine reduzierte Informationsfrequenz die Aneignung von Bewegungen negativ, das Lernen im Sinne eines relativ uberdauernden Behaltens dagegen positiv beeinflusst. Die vorliegende Metaanalyse pruft diesen Umkehreffekt uber die Auswertung von insgesamt 40 Studien. Auf der Grundlage des Zufall-Effekt-Modells werden verschiedene meta-analytische Techniken (vote-counting, globale Analyse und Moderatoranalyse) angewendet. Der vermutete Unkehreffekt lasst sich nur als schwacher globaler Effekt nachweisen. Die Moderatoranalyse zeigt, dass er allein in Verbindung mit Laboraufgaben, mit der AufgabensteIlung Parameteroptimierung und bei sehr hohen Ubungsfrequenzen auftritt. Insgesamt hat eine reduzierte Frequenz von Ruckinformation keine gegenuber vollstandiger Ruckinformation unterschiedliche Wirkung. Unter Anwendungsgesichtspunkten ist damit ein Argument geliefert, auf die standige Bereitstellung von Ruckinformation zu verzichten. Forschungsmethodisch sollten an Stelle der resultatsbezogenen abhangigen Variablen trial-to-trial-Analysen verwendet werden, um den Prozess der Informationsverarbeitung besser untersuchen zu konnen. Schlusselworter: Ergebnisruckmeldung, Haufigkeit der Ergebnisruckmeldung, Guidance-Hypothese, motorisches Lernen