Die Rinde von Magnolia Officinalis wird bereits seit über 2000 Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt und ihr werden eine Reihe verschiedener Wirkungen zugeschrieben. Honokiol ist neben Magnolol einer der bedeutendsten Inhaltsstoffe, aufgrund seiner vielfältigen pharmakologischen Wirkungen, wobei die anxiolytische Wirkung von größtem Interesse ist. Für eine zukünftige therapeutische Anwendung von Honokiol ist es wichtig Kenntnisse über die Wirksamkeit im Körper zu erlangen. Aus diesem Grund wurde in der vorliegenden Diplomarbeit die Biotransformation bzw. Elimination von Honokiol mit Hilfe der isolierten, perfundierten Rattenleber in einem nahezu physiologischem Medium ohne Einfluß anderer Organe und Gewebe untersucht. In den Galleproben und Perfusatproben konnten neben dem nativen Honokiol zwei Metabolite gefunden werden. Bei dem ersten Metabolit M1 handelt es sich um ein Diglucuronid und der zweite Metabolit M2 ist ein Monoglucuronid. Die Auswertung der Ergebnisse zeigte, dass die Glucuronide überwiegend über die Galle ausgeschieden werden und ein etwas geringer Teil über das Perfusat. Ob und in welchem Ausmaß Glucuronide pharmakologisch aktiv sind kann nicht gesagt werden. Basierend auf unserem Erlangen dürfte Honokiol jedoch im Patienten, nach peroraler Einnahme als Decoct bzw. als Pulver, in der Leber biotransformiert werden.