Über den einfluß des ausgeschlossenen volumens und einer verschieden dichten belegung mit streuzentren auf das streuverhalten von irrflugketten und die folgerungen füur frühere streukurven‐berechnungen bei fadenmolekülen
Abstract 1. Es wurde ein Verfahren angegeben, um eine unstetige Kette zufallsmäßig so aufzubauen, daß sie auch bezüglich der inneren Abstände auswertbar ist. 2. Dadurch ist es möglich geworden, den Einfluß einer Volumenausschließung für verschieden dicke Umhüllungen zu untersuchen. Am Irrflug mit 25 Schritten wurde dabei gefunden, daß der Volumeneffekt bei diesen Längen die äußere Knäuelgestalt noch unverändert läßt und sich nur bei den mittleren Abständen bemerkbar macht. Es ergibt sich ein nahezu konstanter Intensitätsverlust in diesem Bereich der Streukurve. Außerdem ist dieser Effekt unabhängig von der Kettendicke, wenn man gleichzeitig eine Erhöhung der Persistenz durch das ebenfalls eingeschränkte Zurückbiegen einführt. Bei Ketten mit einer Länge bis zu 30 Persistenzeinheiten kann man daher in diesem Fall den Volumeneffekt überhaupt vernachlässigen. 3. Mit demselben Rechenprogramm war eine Untersuchung des Einflusses einer verschieden dichten Belegung mit Streuzentren auf das Streuverhalten möglich. Als Ergebnis wurde erhalten, daß schon bei 4 Streupunkten auf jedem KUHNschen Vorzugselement im experimentell zugänglichen Winkelbereich die Abweichungen von einer stetigen Belegung zu vernachlässigen sind. 4. Die Ergebnisse von 2. und 3. rechtfertigen es, daß die in einer früheren Arbeit 1 ) berechneten Streukurven für die beiden Kettenmodelle cos β = 0,8 und cos β = 0,9 in doppellogarithmischer Darstellung für einen Kurvenvergleich mit experimentellen Kurven bis zu einer Länge von 30 Persistenzeinheiten zugänglich gemacht wurden.