期刊:VS Verlag für Sozialwissenschaften eBooks [Springer VS] 日期:2009-01-01卷期号:: 173-192被引量:2
标识
DOI:10.1007/978-3-531-91621-7_9
摘要
ZusammenfassungMigration prägt heute den Alltag vieler europäischer Staaten. In Deutschland zum Beispiel liegt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund mittlerweile bei 19 Prozent (Statistisches Bundesamt, 2006). Eine Konsequenz dieser Entwicklung ist, dass immer öfter Menschengruppen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen in Kontakt miteinander kommen. Oft hat interkultureller Kontakt Veränderungen in der Kultur und Lebensweise einer oder mehrerer Gruppen zur Folge. Diese Veränderungen sind von Redfield, Linton und Herskovits (1936) als 'Akkulturation' bezeichnet worden. Akkulturation ist allerdings kein Vorgang, der nur passiv erlebt wird. Im Gegenteil haben viele Menschen – ob sie selbst migriert sind oder nicht – bestimmte Vorstellungen davon, welche Formen der Akkulturation wünschenswert sind. Diese Meinungen werden im Weiteren als Akkulturationseinstellungen bezeichnet. Migranten und Menschen ohne Migrationshintergrund nehmen oft aktiv Einfluss auf den Akkulturationsprozess, um ein bestimmtes Resultat zu erzielen.