Kurzfassung Luftfederung ist eine durch deutsche Fahrzeughersteller und Zulieferer vorangetriebene, vergleichsweise junge Technologie. Die zuverlässige Fertigung dünner Elastomer-Rollbälge mit einer Wandstärke kleiner als 2 mm hat sich erst in den vergangenen zehn Jahren seit der Serieneinführung der Mercedes-Benz-Baureihe W220 (S-Klasse) im Jahr 1998 entwickelt. Bedingt durch die kurze Historie der modernen PKW-Luftfederung wurden Prüfmethoden zur Charakterisierung und Bewertung des zu erwartenden Abrollkomforts in einem frühen Entwicklungsstadium des Fahrzeuges noch nicht in ausreichendem Maße entwickelt und kommuniziert. Dies veranlasste die Technische Universität Darmstadt, Institut Fluidsystemtechnik, eine aufwandsoptimierte Prüfspezifikation zu entwickeln. Neben der Charakterisierung stand dabei der Entwurf von Prüfmethoden zur Beurteilung des Harshnessverhaltens von Luftfedern im Vordergrund. Durch die Zusammenarbeit mit dem VDA-FAT-Arbeitskreis für Fahrdynamik wurde neben der Aufwandsoptimierung eine Vereinheitlichung der Prüfspezifikationen der Fahrzeughersteller und Zulieferer erreicht. Insbesondere wird eine Sprunganregung eingeführt und diskutiert.