作者
F Goetz,T Rühl,L Dieckmann,Juliane Carow,C Enzensberger
摘要
Zielsetzung: Für die fetale Herzfrequenzüberwachung stehen zwei etablierte Verfahren zur Verfügung: die konventionelle Kardiotokografie (CTG) und das nichtinvasive fetale Elektrokardiogramm (fECG). Ziel dieser Studie war es, beide Verfahren hinsichtlich ihrer Signalstabilität und Datenqualität systematisch zu vergleichen. Methoden und Patienten: Es wurden 462 simultane Aufzeichnungen bei 160 Schwangeren analysiert (teilweise Mehrfachregistrierungen). Die Datenerhebung erfolgte retrospektiv im Rahmen der klinischen Routine. Das durchschnittliche Gestationsalter zum Zeitpunkt der Registrierung betrug 36,5±4,29 Schwangerschaftswochen. Verwendet wurde das System Edan F15 air (Edan Instruments, Shenzhen, China) mit dem zugehörigen CTG-Ultraschall-Transducer bzw. fECGModul. Die Auswertung erfolgte automatisiert mittels der intern entwickelten Software SyncNatal, welche verschiedene Qualitätsmetriken berechnet: Segmentverlust, kombinierter Signalverlust, Fehlklassifikation (nur CTG) sowie Artefaktrate. Statistische Analysen wurden mittels gepaartem t-Test und Wilcoxon-Test durchgeführt. Resultate: Der durchschnittliche Signalverlust war im fECG geringfügig höher als im CTG (5,6% vs. 2.5%, p=0.0001), wenngleich der Unterschied aufgrund der Stichprobe statistisch, aber nicht zwingend klinisch relevant erscheint. Der kombinierte Datenverlust war hingegen signifikant niedriger im fECG (2,7% vs. 9,3%, p<0,0001), was auf eine höhere Robustheit der fECG-Signalerfassung und -verarbeitung hinweist. Die Artefaktrate lag beim fECG ebenfalls signifikant höher (1,55% vs. 0,21%, p<0,0001), während Fehlklassifikationen (z.B. Erfassung des mütterlichen Pulses als fetale Herzfrequenz) nur beim CTG vorkamen (3,3%, p<0,001). Diskussion: Das fECG zeigt in dieser Auswertung eine konsistentere Signalqualität mit geringerem kombiniertem Datenverlust, jedoch höhere Artefaktsensitivität. Eine deutlich erhöhte Fehlklassifikationsrate – insbesondere die fälschliche Erfassung des mütterlichen Pulses als fetale Herzfrequenz – wurde ausschließlich beim CTG beobachtet. Die Ergebnisse sprechen für eine höhere Robustheit des fECG unter klinischen Bedingungen. Publication History Article published online: 10 June 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany