摘要
Das Thema Fertilität von Frauen im fortgeschrittenen Reproduktionsalter ist zunehmend relevant, da sich die Familienplanung, nicht zuletzt in China, immer mehr in ältere Lebensjahre verlagert, was die Chancen auf eine Schwangerschaft mit erfolgreichem Ausgang erheblich limitiert. Eine chinesische Forschergruppe hat in einer multizentrischen, prospektiven, placebokontrollierten randomisierten Doppelblind-Studie untersucht, ob die Zishen Yutai-Pille (ZYP), ein in China zugelassenes TCM-Kombinationsmittel, die Lebendgeburtenrate bei Frauen im Alter von≥35 Jahren, die sich einer assistierten Fertilitätsbehandlung unterziehen, erhöhen kann ([ Abb. 1 ]). Abb. 1 Ein komplex zusammengesetztes Mittel der Chinesischen Medizin scheint eine Fertilitätsbehandlung bei Frauen im Alter von 35–42 Jahren erfolgreicher zu machen. © paulaphoto/stock.adobe.com Die nicht weniger als 15 Bestandteile des Arzneimittels mit ihren Gewichtsanteilen können der [ Tab. 1 ] entnommen werden. Es wird nicht gekennzeichnet, ob es sich bei den Bestandteilen um die Drogen selbst oder um Zubereitungen daraus handelt. Das Substrat wurde zu kleinen runden Pillen gepresst, mit einer schwarzen Honiglösung überzogen und in Beuteln à 5 g verpackt. Die Arznei bestand die analytische Stabilitätsprüfung. Die Placebo-Medikation wurde von derselben Firma hergestellt und bestand aus gelatinierter Stärke, mikrokristalliner Zellulose, schwarzem Eisenoxid, raffiniertem Honig und Dextrin. Sie soll mit der Verum-Medikation in Aussehen, Geruch und Verpackung identisch gewesen sein. Tab. 1 Bestandteile der Zishen Yutai-Pille (ZYP). Das Pulver wurde unter GMP-Bedingungen bei Baiyunshan Zhongyi Pharmaceutical Co. Ltd. zu kleinen, mit Honig überzogenen Pillen verarbeitet. Es wurden davon 3×5 g/d, also 15 g täglich verabreicht. Arzneidroge Menge [g] Cuscuta Chinensis Lam., Semen 800 Panax ginseng C. A. Mey. Radix et Rhizoma 50 Dipsacus asper Wall. ex DC., Radix 480 Taxillus chinensis (DC.) Danser, Stängel und Zweige 480 Eucommia ulmoides Oilv., Cortex 290 Morinda officinalis How, Radix 190 Cervus nippon Temminck, Cornu degelatinatum 140 Codonopsis pilosula (Franch.) Nannf., Radix 580 Atractylodes macrocephala Koidz., Rhizoma 240 Equus asinus L., Corii Colla 30 Lycium barbarum L., Fructus 190 Rehmannia glutinosa (Gaertn.) DC. Radix praeparata 480 Polygonum multiflorum Thunb. Radix praeparata 240 Artemisia argyi Lévl. et Vant., Folium 140 Amomum villosum Lour., Fructus 70 Positive Erfahrungen mit ZYP in der Fertilitätsbehandlung lagen bereits aus post hoc- und Subgruppenanalysen vor. Die vorliegende Studie wurde in 12 chinesischen Krankenhäusern bei Frauen im Alter von 35–42 Jahren, die für eine In-vitro-Fertilisation(IVF)- oder intrazytoplasmatische Spermieninjektions(ICSI)-Behandlung vorgesehen waren, durchgeführt. Ziel war es, die Wirksamkeit hinsichtlich der Lebendgeburtenrate und weiterer Erfolgsindikatoren sowie die maternale, fetale und neonatale Sicherheit zu untersuchen. Eingeschossen wurden Frauen mit einem BMI<28 kg/m 2 . Frauen mit mehr als 2 IVF/ICSI-Fehlschlägen oder solche mit anatomischen Einschränkungen oder Vorerkrankungen, die für eine assistierte Fertilitätsbehandlung als ungeeignet angesehen wurden, waren ausgeschlossen. Die Randomisierung erfolgte vor der ovariellen Stimulation mittels Blockrandomisierung und Stratifizierung in 3 Altersgruppen. Eine unabhängige dritte Stelle führte die Randomisierung durch und war für das allocation concealment verantwortlich. Ein Komitee für Datensicherheit und Monitoring überwachte die Integrität der Daten. Alle Studienteilnehmerinnen erhielten eine standardisierte ovarielle Stimulation mit einem GnRH-Agonisten oder alternativ mit einem GnRH-Antagonisten. Wenn eine gewünschte Follikelgröße erreicht war, wurde mittels HCG eine Ovulation ausgelöst, 36 Stunden später wurden die Oozyten gewonnen. Nach Befruchtung mit dem Samen des Partners wurde am Tag 3–5 der Embryotransfer vorgenommen. Die Studienmedikation wurde vom Tage der GnRH-Agonisten-Gabe an bzw. bei GnRH-Antagonisten-Behandlung von Tag 19–23 des letzten Zyklus an bis 2 Wochen nach Embryotransfer verabreicht. Die Dosis betrug 3×5 g täglich. Vom ersten bis vierten Zyklustag wurde die Medikation ausgesetzt. Wenn ein biochemischer Schwangerschaftsnachweis vorlag, wurde die Behandlung bis zum klinischen Schwangerschaftsnachweis nach 5 Wochen fortgesetzt, bei negativem Ausfall die Behandlung abgebrochen. Informationen über die Entbindung und die neonatale Verfassung des Kindes wurden per Internet oder Telefon eingeholt. Publication History Article published online: 17 August 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany