Hidradenitis suppurativa (HS) ist eine chronisch-entzündliche Haut- und Systemerkrankung, die mit erheblichen Beschwerden und einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität einhergeht. Trotz rezent gestiegenem Verständnis für die Erkrankung wird die Diagnose weiterhin über viele Jahre verzögert gestellt. Durch den verzögerten Zugang der Patient:innen zu einer geeigneten Therapie kommt es oft zur Progression der Erkrankung mit vermehrten operativen Eingriffen und dem Auftreten von möglichen Komorbiditäten. In den letzten Jahren hat sich das Verständnis der Pathophysiologie der HS verbessert, und in der Folge wurden auch moderne Therapeutika für die HS zugelassen. Die Therapie der HS ruht auf 3 Säulen: Operation, Antibiotika und Biologika. Zudem sollten Risikofaktoren wie Rauchen und Adipositas positiv beeinflusst werden. Für die individualisierte Betreuung der Patienten ist die Kenntnis der Komorbiditäten und ihrer interdisziplinären Therapie von Bedeutung.